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Geschichte des Ortes und der Pfarrkirche
Gottesdienste

Mit Vertrauen durch dunkle Wege

Was wird danach kommen? Dunkles Nichts? Neues Leben? Eine große Party? Andere Dimensionen – ohne Raum und Zeit?

Der Tod – das wohl merkwürdigste Geheimnis unseres Lebens.

Damit haben sich unsere Konfirmanden aus Cleeberg, Espa, Langenhain und Nieder-Weisel in den vergangenen Konfi-Stunden beschäftigt. Herausgekommen sind bunt gestaltete Kartons, in denen die Jugendlichen ihre ganz persönlichen Jenseitsvorstellungen gestaltet haben – hell, behaglich, glitzernd. „Ich glaube nicht, dass nach dem Tod einfach alles vorbei ist“, zeigt sich Mara überzeugt. Christen – das sind eben immer auch Protestleute gegen den Tod. „Und ich stelle mir vor, dass man nach dem Tod mit seiner Familie wieder zusammen in einem Haus im Himmel lebt – ein Haus, in dem Frieden herrscht. Ein Haus, in dem es gemütlich ist“, sagt ihre Freundin Emily. Das Besondere an diesem Himmel: „Er kann durch eine Tür betreten werden, die sich für jeden öffnet.“ Man müsse eben nur hereinwollen.

Konfetti, Watte, Lichter und Folie haben Vanessa und Celina inspiriert. In dieser Kiste wirkt alles warm und behaglich. Auch dieses Jenseits ist nur durch eine kleine Tür zu betreten. Und um diese zu erreichen, darf einem der Mut nicht verlassen. „Man muss erst durch das Dunkel hindurch, und am Ende läuft man dann auf ein Licht zu, und die Schleife hier steht für das neue Leben, das man als Geschenk erhält“, erklärt Vanessa. Das einzige, was man hier braucht: Vertrauen, das die dunklen Wege mutig gehen lässt.

Silas und Connor haben ihren Karton wiederum in zwei Hälften geteilt. Stellt die eine Seite den Himmel dar als eine coole Lounge, in der man sich gemütlich an einen Tisch setzen und ein ewig währendes All-you-can-eat-Menue genießen kann, ist die andere Hälfte als lodernde Hölle gestaltet – getrennt durch eine undurchdringliche Wand. Das Besondere hier: der Weg in das lodernde Viereck führt zunächst über die Himmels-Lounge. Denn der große Tisch, der hier mithilfe der blanken Seite einer CD gestaltet ist, dient auch als ein Gewissensspiegel, „in dem man erkennen kann, ob man selbst überhaupt in den Himmel gehört oder nicht“, erklären die beiden. Ein Leben nach dem Tod – es ist hier ein ganz selbstbestimmter Aufenthalt, der dem eigenen Gewissen, dem eigenen Unrechtsbewusstsein anvertraut ist.

Auch Nele und Louis haben ihren Karton in zwei Hälften geteilt, deren mittlere Wand hier jedoch mit einem Durchgang überwindbar ist. Hier ist die eine Seite, die Erde, bevölkert mit Figuren aus Kork und Knetmasse, auf die alle der Himmel wartet – wenn man denn das kleine Türchen findet. Paul, Maxi, David und Jakob haben eine ganz schillernde Kiste gebaut. Wer hineinschaut, erblickt einen hölzernen Weg, der über ein Wasser führt vorbei an Lichtern und schwimmenden Nussschalen. Am Ende: ein großes Tor aus Gold. Hier wird der Neuankömmling von einem großen Engel empfangen. Christian Stiller

 

Fair handeln mit Alttextilien

Recycling ist nicht nur gut für die Umwelt, es schafft Arbeitsplätze und ist auch aus sozialer Sicht empfehlenswert. Kaum zu glauben, dass es diese Idee bereits im Jahr 1890 gab - bei der Gründung der Brockensammlung Bethel. Was vor mehr als 125 Jahren begann, ist heute dank der Hilfe von rund 4500 Kirchengemeinden in Deutschland aktueller denn je. Knapp 10.000 Tonnen Alttextilien werden der Brockensammlung Bethel jedes Jahr anvertraut. Allein in der Ev. Kirchengemeinde Nieder-Weisel kamen im letzten Jahr 2.200 kg für den guten Zweck zusammen.

 

Dank der Kleider- und Sachspenden können in der Brockensammlung rund 90 Menschen beschäftigt werden. Zwölf Mitarbeiter haben eine Beeinträchtigung, die es ihnen erschwert, auf dem ersten Arbeitsmarkt eine Stelle zu finden. Beim Sammeln, Sortieren und Verkaufen der Altkleider werden hohe Standards eingehalten. Die Brockensammlung Bethel hat sich dafür dem Dachverband FairWertung angeschlossen. Er steht für Transparenz und Kontrolle, sowohl in Bezug auf ein fachgerechtes Recycling wie auf einen ethisch vertretbaren Handel mit anderen Ländern. Erlöse aus dem Verkauf, zu dem auch ein großer Secondhand Laden in Bethel beiträgt, kommen der Arbeit der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel zugute.

Bethel setzt sich seit 150 Jahren für Menschen ein, die Hilfe brauchen. Behinderte, kranke, alte oder sozial benachteiligte Menschen stehen im Mittelpunkt des Engagements. Mittlerweile ist Bethel in acht Bundesländern an 280 Standorten aktiv. Als Teil der Diakonie sind die v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel eng verbunden mit der Evangelischen Kirche in Deutschland. Am 10.März 2018 wird in der Ev. Kirchengemeinde Nieder-Weisel wieder für Bethel gesammelt. Gute, tragbare Kleidung und Schuhe können im Rahmen einer Straßensammlung ab 10.00 Uhr abgegeben werden.

 

Weitere Informationen:

www.brockensammlung-bethel.de

www.bethel.de

 

Bitte beachten

Sie finden noch Säcke für die Sammlung im Gemeindebüro, im Kindergarten oder in der Kirche

Frühjahrssammlung d. Diakonie Hessen

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Freundinnen und Freunde der Diakonie,

 

„sich regen bringt Segen“ lautet ein altes Sprichwort. Wenn wir unser Leben frei gestalten wollen, müssen wir in Bewegung bleiben, Kontakte knüpfen, aktiv sein – am Leben in der Gemeinschaft Teil haben. Nicht allen Menschen ist das gleichermaßen möglich. Barrieren hindern sie daran, beweglich zu sein oder sich beweglich zu fühlen: Sprachbarrieren, körperliche oder seelische Handicaps, soziale Einschränkungen. Um sich regen zu können und damit das eigene Leben in die Hand zu nehmen, braucht es oft Unterstützung von außen.

In den Kirchengemeinden und bei den Mitarbeitenden der regionalen diakonischen Werke finden diese Menschen ein offenes Ohr und erhalten Hilfestellungen - wenn es nötig ist, auch materielle Hilfeleistungen. Leitender Gedanke dabei ist die "Hilfe zur Selbsthilfe".

Wir wollen gemeinsam in Bewegung kommen mit den Menschen, die unsere Hilfe suchen, damit sie ihr Leben (wieder) selbst in die Hand nehmen und rege am Leben der Gesellschaft teilnehmen können. Bitte beteiligen Sie sich an der Frühjahrssammlung der Diakonie Hessen vom 03. bis 13. März und unterstützen Sie damit die Arbeit der regionalen Diakonischen Werke. Es gibt immer noch wichtige Bereiche, für die die Mittel von Staat und Kirche nicht ausreichen. Dafür bitten wir um Ihre Spenden.

Ihr regionales Diakonisches Werk versteht sich als Verstärkung zu den diakonischen Aktivitäten Ihrer Kirchengemeinde.

 

Wir danken Ihnen für Ihre Verbundenheit und grüßen Sie herzlich

 

Cornelia Hankel Eckhard Sandrock

Gemeindepfarrer/in Leiter des Diakonischen Werkes

 

Spendenkonto: Sparkasse Oberhessen

IBAN DE79 5185 0079 0154 0000 20 BIC HELADEF1FRI

Verwendungszweck: Diakonie-Sammlung

 

Statistik

Im Jahre 2017 wurden in der Ev. Kirchengemeinde Nieder-Weisel:

 

12 Kinder getauft

10 Jungen und Mädchen wurden konfirmiert

8 Paare wurden getraut

15 Gemeindeglieder wurden bestattet

0 Kircheneintritte/Aufnahmen

9 Kirchenaustritte

 

Gemeindeprojekt zum Thema "Flüchtlinge" am 21.02. um 20Uhr im Gemeindesaal

Konflikte, globale Veränderungen, Ängste und Millionen namenloser Schicksale. Komplexe Vorgänge, die kaum noch zu übersehen – und für immer mehr davon betroffene Menschen kaum noch auszuhalten, geschweige denn einzuordnen sind. Globale Prozesse, die uns als Nachrichtenflut erreichen – eine Nachrichtenflut, in der indes immer mehr Menschen auch unterzugehen drohen. Millionen Flüchtlinge müssen diese Erfahrung tagtäglich machen. Die eigene Geschichte, die eigenen Erlebnisse, die eigenen Wünsche oder Erwartungen – sie bleiben vielfach ungehört.

 

Über diese Phänomene will die evangelische Kirchengemeinde am Mittwochabend um 20 Uhr im Gemeindehaus mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch kommen. Dabei werden hier in Butzbach lebende Menschen, die im Zuge dieser Bewegung zu uns gekommen sind, von ihren ganz individuellen Erlebnissen erzählen.

 

In diesem Zusammenhang wird auch Annette Krämer vom Magistrat der Stadt Butzbach über die hiesige Flüchtlingsarbeit berichten – über Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren und sich damit auch ein Stück weit diesen Fluten entgegenstellen. Mit dabei wird auch der Präsident des Hessischen Landtages, Norbert Kartmann, sein.

 

Im Anschluss besteht die Möglichkeit, mit den Podiumsgästen, aber auch untereinander ins Gespräch zu kommen. Zudem ist eine kleine Ausstellung zu besichtigen, die über die verschiedenen Fluchtursachen informieren will. Moderiert wird das Gespräch von Vikar Christian Stiller, der selbst viele Jahre als politischer Redakteur gearbeitet hat und in diesem Zusammenhang auch den Nahen Osten besucht hat.

 

Mit dieser Veranstaltung soll auch ein Beitrag geleistet werden zur allgemeinen Sensibilisierung für eine Thematik, die im Zuge der digitalen Nachrichten- und Meinungsflut oftmals einseitig, entstellt oder falsch dargestellt wird. Da mittlerweile ein jeder auf sozialen Plattformen sein eigener Sender werden kann, wie der Tübinger Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen bemerkt, müsse heute eigentlich jeder lernen, „als ein eigener Redakteur zu agieren und sich die Fragen stellen“, die früher allein Journalisten vorbehalten gewesen seien. Hierfür möchte die kleine Veranstaltung gerne einen Beitrag leisten. Sie sind alle herzlich eingeladen.

 

Mensch, Martin! Markus Karger

„Der Reformator Martin Luther zwischen Tintenfass und Weinseligkeit“

In einer humorvollen Lesung präsentiert der Schauspieler Markus Karger am Sonntag, dem 17. September 2017 um 18.00 Uhr in der Pfarrkirche

Texte von und über Luther, literarische Schnipsel aus seiner Zeit  und Fundstücke aus den letzten 500 Jahren.

Als diplomierter Biologe mit Schwerpunkt Anthropologie und Biophilosophie hat er sich schon während des Studiums dem Theater verschrieben. Als Schauspieler, Regisseur und Autor ist er nicht nur dem Publikum in der Wetterau bekannt. Über die Grenzen Hessens hinaus kennt man ihn, auch als Vertreter des „komischen Fachs“.

Als Trude Herr oder Landfrau Ursula Kraft zeigt er seine komödiantische Seite. Sein schauspielerisches Talent setzt er in Lesungen, Führungen, Comedy und Theater in Szene.

Markus Karger versteht es, historische Inhalte, tiefgründige Texte mit einem Augenzwinkern dem Publikum zu vermitteln. Sein Humor ist geprägt von Herzenswärme und entspricht dem Gedanken von Luther: „Dem Volk aufs Maul schauen.“

 

Kunst in Kirchen - Ausstellung mit Cornelia Rößler

2017 ist es wieder soweit: Kunst in Kirchen in der Wetterau geht in die fünfte Runde. Vom 19. August bis zum 24. September werden 6 Kirchen mit zeitgenössischer Kunst bespielt. Dabei steht das etablierte Wetterauer Kunstprojekt im Lutherjahr unter dem Motto ‚aufbrechen’, welches künstlerisch von Nicole Ahland, Werner Cee, Jukka Korkeila, Katharina Meister, Ulrike Obenauer und Cornelia Rößler umgesetzt wird. Damit steht Kunst in Kirchen in diesem Jahr als Beitrag von Wetteraukreis sowie den evangelischen und katholischen Kirchen zum Reformationsjubiläum. 

Dem Jubiläum entsprechend befinden sich die Gastkirchen in 2017 entlang des Wetterauer Lutherwegs. Die sechs zu bespielenden Kirchen sind die Stadtkirche Friedberg, die evangelischen Kirchen in Nieder-Weisel, Butzbach und Wölfersheim sowie die katholischen Kirchen St. Bonifatius in Karben und St. Johannes Evangelist in Rodheim vor der Höhe. Die Kirchen sind während der Ausstellungszeit täglich von 12 bis 18 Uhr geöffnet.

Mit dem ‚aufbrechen’ gehen viele Vorstellungen einher – der Aufbruch in einen neuen Tag, der Aufbruch des Pilgers auf seine Reise, der Aufbruch des Menschen in neue Zeitalter, der Aufbruch flüchtender Menschen in eine ungewisse Zukunft. Auch künstlerisch findet im Rahmen des Kunstprojekts in Hinblick auf Inhalt und Umsetzung der jeweiligen Positionen eine breite Auseinandersetzung statt. So werden in 2017 neben Objekten, Fotografien und Rauminstallationen auch Video-, Licht- und Klanginstallationen präsentiert. Cornelia Rößler wird die evangelische Kirche in Nieder-Weisel bespielen.

Mittelpunkt der Installation in der Kirche ist der Ankleideraum neben dem Altar, der zu einem großen Leuchtobjekt umgebaut wird. Aus den Fenstern werden in leicht rosafarbenem Licht Fotografien von menschlicher Haut leuchten. Es sind Abbildungen von Haut verschiedener Nationen und Generationen. Die Haut spiegelt für Frau

Rößler Leben wider. Sie schützt, repräsentiert, kommuniziert, wandelt um, grenzt ab. Für Rößler besitzt der Mensch drei Arten von Haut: Die erste ist die menschliche Haut, die zweite die Kleidung, die wir tragen, die dritte Haut sind die Räume in denen wir Leben.

Ihre Arbeit im Kirchenraum setzt diese Sichtweise entsprechend um: Während der Ankleideraum Nahaufnahmen menschlicher Haut zeigt, befinden sich auf den Kirchenbänken alte Kleidungsstücke, die collagenartig zu Skulpturen verarbeitet wurden. Der Kirchenraum steht stellvertretend für die menschlichen Lebensräume.

Im Laufe von  einhergehenden Erinnerungen, Erfahrungen oder Emotionen, die sich in diesen drei Arten von Haut des Menschen widerspiegeln, macht Rößler durch ihre Arbeit in Nieder-Weisel erfahrbar.

Die BesucherInnen erwartet natürlich auch in 2017 neben spannenden künstlerischen Positionen in wunderbaren Kirchenräumen ein abwechslungsreiches Veranstaltungsprogramm mit Konzerten, Vorträgen und Kabarett. In Nieder-Weisel ist Markus Karger mit seinem Programm zu Gast.

Das Projekt wurde 2008 vom Wetteraukreis sowie den evangelischen und katholischen Dekanaten der Wetterau ins Leben gerufen und verfolgt neben der Bereicherung der Wetterauer Kulturlandschaft das Ziel, den Dialog von Kirchengemeinde, Kirchenbesuchern und moderner Kunst zu fördern. 

Orgelkonzert am 13.08. in der Pfarrkirche

Im Rahmen eines Fest-Gottesdienstes gab Thomas Wilhelm, der Orgelsachverständige der Evangelischen Kirchen in Hessen und Nassau und Kirchenmusiker an der St. Nikolaus-Kirche in Bad Vilbel, in der Pfarrkirche zu Nieder-Weisel am Sonntag, dem 13. August 2017 ein eindrucksvolles Konzert auf der neu renovierten Orgel. Der Solist spannte den musikalischen Bogen vom Barock über die Romantik bis zum Anfang des 20.Jahrhunderts. An diesem Abend wurde allen, die gekommen waren, überdeutlich, wie glücklich sich unsere Kirchengemeinde schätzen kann, eine solche "Königin der Instrumente" in der eigenen Pfarrkirche zu besitzen.

 

Ausflug des Frauenkreises nach Hanau

Der diesjährige Ausflug des Frauenkreises am 30. Mai führte nach Hanau.

Wie in den vergangenen Jahren, so wurde auch in diesem Jahr wieder mit dem Bus am Marktplatz in Nieder-Weisel gestartet. Die Frauengruppe traf sich um 9.30 Uhr bei freundlichem Sommerwetter und guter Stimmung zur Abfahrt.

Der sympathische Busfahrer mit Wiener Akzent, Max Dürnberger, empfing die Teilnehmerinnen am Buseinstieg und begrüßte sie sehr herzlich. Die Fahrt führte über die Autobahn und verlief problemlos und ohne Stau. In Hanau angekommen, wartete der Stadtführer schon an dem vereinbarten Ort.

„Kennen Sie Hanau? Noch nicht? Dann lassen Sie sich überraschen“, waren seine Begrüßungsworte.

Es ging los mit einem Fußmarsch, vorbei an dem historisch bedeutendsten Bau der Altstadt, dem Deutschen Goldschmiedehaus.

Beeindruckend war danach die Evangelische Marienkirche, die als Bauwerk erstmals in einem Ablassbrief des Erzbischofs von Mainz 1316 erwähnt wurde. Durch viele Um- und Anbaumaßnahmen ist sie heute ein Schmuckstück im Herzen der Altstadt.

Weiter führte der Weg zum Marktplatz in die heutige Innenstadt.

Der Marktplatz mit dem Neustädter Rathaus wurde Ende des 16. Jahrhunderts von niederländischen und wallonischen Glaubensflüchtlingen geschaffen. Er entstand durch einen Vertrag mit Graf Philipp Ludwig II. von Hanau-Münzenberg. An den Ecken des Platzes ließ der Rat der Stadt vier Marktbrunnen errichten, von denen der Schwanenbrunnen bis heute erhalten ist. Zu Ehren des Neustadt-Gründers Graf Philipp Ludwig II. wurde ihm ein Denkmal errichtet.

Außerdem befindet sich hier vor dem Rathaus das Brüder-Grimm- National-Denkmal. Es ist Ausgangspunkt der Deutschen Märchenstraße, die von Hanau nach Bremen führt.

Auf dem Freiheitsplatz im Haus 861 der Neustadt wurden die weltberühmten Sprachforscher und Märchensammler Jacob und Wilhelm Grimm geboren. Deshalb wird Hanau auch die Brüder-Grimm- Stadt genannt.

Das Geburtshaus der Brüder Grimm und nahezu die gesamte Hanauer Innenstadt wurden leider zum Ende des Zweiten Weltkrieges durch einen Bombenangriff zerstört und nicht mehr aufgebaut.

Ein Publikumsmagnet ist die Fußgängerzone Rosenstraße mit ihren vielen Geschäften, Cafés etc.

Hier endete auch die Stadtführung. Im Gasthaus „Goldener Bock“ wurde das bereits vorab bestellte Mittagessen eingenommen.

Nach dieser Pause sollte es weiter gehen mit der Besichtigung des Landschlosses Philippsruhe.

Ein aufkommendes Gewitter mit Windböen erschwerte den Weg zum Bus. Glücklicherweise verlief alles gut, und alle 25 Teilnehmerinnen kamen unbeschadet an Bord. So konnte die Fahrt zum Schloss starten. Das Schloss befindet sich in einem Park, der als Landschaftsgarten immer wieder neu gestaltet wurde und liegt direkt am Mainufer. Hier finden in den Sommermonaten die Brüder-Grimm-Märchenfestspiele statt.

Am Eingangstor des Schlossgartens angekommen, stellte sich heraus, dass dort eine Hochzeit gefeiert wurde. Deshalb verzögerte sich der Einlass in das Gebäude etwas. Eine Beauftragte der Stadt war für die Führung der Gruppe zuständig und gab die entsprechenden Erklärungen. Den Grundstein für den im Barockstil nach französischen Vorbildern erbauten Gebäude-Komplex ließ Graf Philipp Reinhard von Lichtenberg im Jahr 1701 legen. Das danach gebaute Schloss wurde bis ins 19. Jahrhundert immer wieder durch neue Besitzer Veränderungen unterzogen. Am Ende der Führung war Kaffeetrinken angesagt. Leider konnte die Reisegruppe zum Abschluss nicht - wie geplant - im Museumscafé verweilen, weil die Räume durch die Hochzeitsfeier belegt waren. Die Enttäuschung war groß. Wo sollte so schnell ein passendes Café oder eine Eisdiele für so viele Personen gefunden werden. Doch der zu Anfang erwähnte versierte Busfahrer Max Dürnberger rettete die unglückliche Situation. Auf der Rückfahrt vermittelte er ein schön gelegenes Café mit Außenterrasse, welches angesteuert wurde und Platz für alle zur Verfügung hatte.

Der Tag war gerettet. Sehr zufrieden mit den vielen Eindrücken dieses Tages und besonders dem kulinarischen Abschluss des Ausfluges traf die Gruppe gegen ca. 18.00 Uhr wohlbehalten wieder in Nieder-Weisel ein.

Ingetraud Haub

 

 

Wohnraum für Flüchtlinge

Liebe Gemeinde,

Es ist nun fast schon über ein Jahr her, dass viele Menschen, vor allem aus Syrien in unser Land und auch hierher nach Butzbach und Nieder-Weisel gekommen sind. Zeit inne zu halten und zurück zu blicken.

Seit mehr als einem halben Jahr lebt ein Arzt aus Syrien in meinem Haus und wir haben eine enge Freundschaft entwickelt. Er hofft sehr darauf, dass bald seine Familie nachkommen kann und er dann für sich und seine Familie eine Wohnung in Nieder-Weisel findet. Das ist natürlich nicht einfach, denn auch andere Familien aus unserer Gemeinde suchen eine neue Wohnung und haben dabei große Schwierigkeiten. Ein paar Häuser weiter hat ebenfalls ein Vater aus Syrien mit seiner Tochter ein neues zu Hause gefunden. Es ist schön zu sehen, wie froh sie sind, dass sie dem Krieg entfliehen konnten und die Möglichkeit für einen Neuanfang in Nieder-Weisel gefunden haben.

Ich möchte auf diesem Wege allen Bürgern aus Nieder-Weisel danken, die dabei geholfen haben, dass sich unsere neuen Mitbürger hier einleben und sich zurecht finden.

Es gab schon ein paar Gelegenheiten, mit Flüchtlingen ins Gespräch zu kommen, sei es bei den Friedensgebeten für Syrien im Advent oder beim Kaffeetrinken zur Eröffnung des Weihnachtsmarktes im Gemeindesaal. Ich denke, dabei konnte man feststellen, dass die Menschen, die oft aus der Kriegsregion Syrien stammen, ganz normale Mitbürger sind, die vor der Gewalt in ihren Heimatländern geflohen sind und auf der Flucht viel riskiert haben. Oftmals haben diese Menschen auch noch die gleiche Religion wie wir und sind gewillt, sich hier bei uns zu integrieren und zu arbeiten.

Falls Sie auch eine Wohnung/Haus zu vermieten haben, ziehen Sie es bitte einmal in Erwägung, es vielleicht für einige Zeit an Flüchtlinge zu vermieten. Als Mieter fungiert die Stadt Butzbach, die Formalitäten sind sehr überschaubar. Falls Sie sich unsicher sind oder Sie weitere Informationen benötigen, sprechen Sie mich gerne direkt an, rufen Sie mich unter 7442870 an oder schreiben Sie eine Mail an svenmarcuswalter@web.de.

Sven Walter

 

Gemeindestatistik

Im Jahre 2016 wurden in der Ev. Kirchengemeinde Nieder-Weisel:

15 Kinder getauft

12 Jungen und Mädchen wurden konfirmiert

7 Paare wurden getraut

20 Gemeindeglieder wurden bestattet

3 Kircheneintritte/Aufnahmen

8 Kirchenaustritte

 

Gottesdienste

Sonntag, 19.08.18

10.30 Uhr Gottesdienst zur Einführung der neuen Konfirmanden und des Konfirmandenteams (Pfrn. Hankel) in der Pfarrkirche,

Samstag, 25.08.18

14.00 Uhr Traugottesdienst (Pfr. Neuse) in der Pfarrkirche

Sonntag, 26.08.18

11.00 Uhr Ökum. Zeltgottesdienst „125...


Gemeindebüro

Sprechzeiten der Pfarrerin:
Dienstag: 9.30 - 11.00 Uhr
und nach Vereinbarung

Öffnungszeiten des Gemeindebüros:
Di 8.30 - 13.00 und
Mi 14.00 bis 18.00

Tel.: (0 60 33) 25 45

E-Mail Kontakt zum Gemeindebüro

Pfarrerin C. Hankel

Pfarrerin Cornelia Hankel


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